Zurück in Ho Chi Minh Stadt (Saigon) haben wir uns im Backpacker-Viertel Pham Ngu Lao einquartiert. Mit über 7 Millionen Einwohnern gilt sie als grösste Metropole Vietnams, wovon etwa die Hälfte einen Motorroller besitzt. Unglaublich, wie dieser Strassenverkehr mit diesen unzähligen Motorbikes funktionieren kann. Alle fahren einfach drauf los und jeder sucht sich irgendwie einen Weg durch diesen Verkehrsdschungel. Anfangs hatten wir Mühe, eine Strasse zu überqueren, da es mit dieser unaufhörlichen Roller-Lawine aussichtslos erschien. Wir machten es dann den Einheimischen nach und liefen bei der Überquerung einfach drauf los...und es funktionierte.
Hier in Saigon besuchten wir u.a. den Wiedervereinigungspalast, den Ben-Thanh-Markt und das Kriegsreste Museum, welches mit Kriegsmaterialen und vielen erschreckenden Bildern den Vietnamkrieg dokumentiert. Unser Eindruck dieses Besuchs war schockierend, wie unglaublich brutal und prekär es sich bei diesem Krieg zugetragen hat und zu was der Mensch fähig sein kann.
Nach drei Tagen Stadtluft machten wir einen Zweitages-Ausflug ins Mekong Delta, der Reiskammer Vietnams. Wir besuchten verschiedene Produktionswerkstätten, konnten Reisbauer bei ihrer Arbeit beobachten und besichtigten auf dem Mekong-River einen schwimmenden Markt. Für die Übernachtung entschieden wir uns bei einer lokalen Familie unterzukommen. So konnten wir hautnah in Erfahrung bringen, wie einfach diese Leute hausen und wie sie mit mühseliger Arbeit 7 Tage die Woche ihr Leben meistern. Wieder zurück in Saigon hatten wir nochmals einen Tag Aufenthalt in dieser brisanten Stadt und danach ging es am nächsten Morgen um 7.00 Uhr früh per Bus Richtung Kambodscha. Wir fuhren via Haupstadt Phnom Penh in den Süden des Landes nach Sihanoukville und kamen erst um 22.00 Uhr abends an. Also eine Tagesreise von insgesamt 15 Stunden !
Obwohl Sihanoukville touristisch noch tief in den Kinderschuhen steckt, gilt dieser Ort mit seinen weissen Stränden, dem türkisblauen Meer und den nahe gelegenen tropischen Inseln als "der" kambodschanische Badeort schlechthin. Mit einem glücklichen Händchen haben wir ein wunderbares schweizer Gasthaus beim Occheuteal Beach gefunden. Monika und Peter führen seit anfangs November ihr Swiss Garden Guesthouse und verwöhnen ihre Kunden mit einer liebevollen Gastfreundlichkeit und kommen stets spontan und flexibel allerlei Wünschen entgegen. So haben wir nun kurzerhand entschlossen, die Weihnachten hier am Strand unter "Schweizer Fahne" zu verbringen, um bei herrlichem Klima eine genussvolle Zeit zu haben. Unser heutiger z'Nacht freut uns ganz besonders, denn wir kommen in den Genuss von selbstgemachter Rösti, Fleischkäse und Spiegeleier und sogar mit Lustnouersenf ! :-) Gespannt sind wir auch schon auf das kulinarische Highlight an Heiligabend, wenn wir zusammen mit anderen Gästen ein traditionelles Khmer-Essen serviert bekommen.
Als Nächstes werden wir dann "on the road again" die Hauptstadt Phnom Penh in Angriff nehmen, um noch mehr Kultur dieses aufregenden und spannenden Landes in Erfahrung zu bringen.
Wir wünschen euch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr
...und bedanken uns vorerst für die zahlreichen "Gwunderer"-Einblicke unseres Blogs...!
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