Donnerstag, 4. August 2011

Peru 20. Juli - 3. August '11


Zur Tageswanderung zum 'Lake 69' versammelten sich alle Teilnehmer morgens um 5 Uhr vor dem Hostel. Dann gings mit dem Kleinbus 2h bergauf bis auf ca. 3900m, von wo wir dann losmarschierten. Unterwegs hielten wir noch bei zwei Berglagunen mit stechend grüner Farbe um ein paar Fotos zu schiessen. Wir liefen mit unserem Führer recht zügig los, welcher sich dann nach 1.5h auch wieder von uns verabschiedete und meinte, er ginge zurück zum Bus schlafen und wir können jetzt selber bis zum See laufen. Janu, machen wir das halt selber. Nach weiteren 1.5h am Ziel angekommen, stockte uns der Atem, nicht nur wegen des atemberaubenden Anblicks des Gletschersees, sondern auch  die Luft war deutlich dünner, sodass der letzte steile Aufstieg richtig erkämpft werden musste. Nach unserem selbstgemachten Lunch gings dann auch schon wieder 2h bergab bis zu unserem Bus und Führer. Die sehr holprige Bergstrasse retour und das nicht Beherrschen des Fahrers für Schlaglöcher trug nicht gerade zur Linderung unseres Höhenkopfschmerzes bei. Im Hostel wieder angekommen, schnell eine Schmerztablette schlucken, etwas Schlaf und schon waren wir wieder ready für den Jassabend mit Karin und Tschüga.
Am 22. Juli verliessen wir das bezaubernde Huaraz und fuhren mit dem Bus nach Lima. Dort genossen wir wieder einmal Mc'Donalds-Food (plötzlich ist man noch froh drum!) und schauten uns im Kino den neuen Harry Potter an (war der einzige Film auf englisch, aber gar nicht mal so übel!). Natürlich durften wir uns auch das exquisite, und normalerweise auch etwas zu teuer für unser Budget, schweizer Restaurant nicht entgehen lassen. Hmmmm, endlich wiedermal unser langersehnter heisser Fleischkäse mit Rösti und Spiegelei.
Nach zwei Tagen Hauptstadt zog es uns auch schon wieder weiter südlich in die Wüstenoase Huacachina. Dort fanden wir nach langem hin und her dann doch noch ein super Hostel mit tollem Pool und Barbereich. Dort an der Bar (wo auch sonst) lernten wir Isabelle und Jérôme aus Basel kennen. Wir verstanden uns auf Anhieb super und so machten wir auch gleich für den nächsten Tag miteinander ab, um zusammen auf die umliegenden Sanddünen zu gehen und das Sandboarden auszuprobieren. Am gleichen Abend gabs dann auch schon den ersten Jass (es sollten noch viele werden). Das Sandboarden stellte sich mehr als eine Rutschpartie heraus, da es auf diesen starren Holzbrettern mit einwenig selbstgewachster Unterseite auch fast nicht anders möglich ist. Eigentlich wollten wir nach zwei, drei Tagen wieder weiter, doch da machten uns die Peruaner einen Strich durch die Rechnung. Ihr Nationalfeiertag am 28. Juli ist halt wichtiger als unsere Touristenwünsche. So waren alle weiteren Busverbindungen und Hotels völlig ausgebucht und wir waren gezwungen, noch einpaar weitere Tage in Huacachina zu verbringen. Janu, zu viert war das eher ein kleineres Übel, wir wussten nur zu gut, mit was wir die Zeit verbringen konnten: Jassen, jassen und nochmals jassen. Wir brachten den zwei Baslern noch den Coiffeur-Jass bei und so enstanden richtige Duelle mit Tiefs und Hochs auf beiden Seiten. Am 30. Juli konnten wir dann unsere Reise fortfahren und die nächste Destination hiess Nazca. Dort machte Kurt den Rundflug mit einem Kleinmotorflieger über die weltberühmten Nazcalinien, von denen man bis heute noch keine schlauen Erklärungen zu Wissen vermag. Janine ging mit Isabelle und Jérôme auf den nahegelegenen Aussichtsturm, um von dort wenigstens einbisschen einen Blick auf die Linien werfen zu können. Nachdem wir die Wartezeit auf unsere nächste Busfahrt wieder einmal mit jassen verbrachten, gings per Nachtbus in die zweitgrösste Stadt Peru's nach Arequipa. Am zweiten Tag in der Stadt, ach du Schreck, schafften wir es kaum aus dem Bett. Tja, jetzt hat's uns doch noch erwischt und wir kränkelten den ganzen Tag und sahen uns ein Film nach dem anderen im Hostelzimmer an. Am Abend rauften wir uns dann auf, da wir doch in den 1. August reinfeiern und das Käsefondue nicht verpassen wollten. Das Fondue war super, aber gleich danach zog es uns wieder ins warme Bett. So hofften wir auf viel erholsamen Schlaf, da wir am nächsten Tag in Richtung des Colca-Canyon gehen wollten. Wie geplant, fuhren wir dann am nächsten Tag ca. 3h nach Chivay. Dort angekommen, deckten wir uns zuerst mal mit warmen Alpaka-Kappen und Schal ein, da die Kälte dort auf ca. 3600m bereits am Abend kaum auszuhalten war. Nachdem wir endlich ein Restaurant gefunden haben, welches einen Heizstrahler hatte, assen wir eine feine, wärmende Spargelcreme-Suppe, machten noch einen Coiffeur und gingen dann auch schon ins Hostel zurück. Zu viert in einem Zimmer (es gab nur noch einen Heizstrahler zu mieten), hofften wir dann auf eine nicht allzu kalte Nacht. Am nächsten morgen in der Früh machten wir uns dann auf zum Busterminal und wenige Minuten später sassen wir im übervollen Lokalbus Richtung Colca-Canyon, welches der zweittiefste Canyon der Welt ist (der tiefste befindet sich in unmittelbarer Nähe). Wir stiegen am Cruz del Condor aus und besichtigten dort die riesigen Andenkondore, welche ab und zu auch direkt über einen flogen. Auch den Canyon konnte man bereits bestaunen. Wir fuhren dann noch zu einem weiteren Canyon-Aussichtspunkt, von wo sich unsere Wege dann für die nächsten zwei Tage trennten. Isabelle und Jérôme machten sich dann auf, wie es auch für uns geplant gewesen wäre, und stiegen bergab in die Canyon-Schlucht. Da wir uns aber doch noch nicht zu 100% fit fühlten, und auch unser Magen noch nicht so in Stimmung war, wagten wir uns doch nicht für diesen Trek und fuhren wieder insgesamt 7h retour bis nach Arequipa. Ausgeschlafen und mit wieder besserem Wohlbefinden machten wir uns heute einen gemütlichen Tag und warten nun auf unsere Basler-Freunde, bis sie vom Trek zurückkehren und wir dann gemeinsam 'on the road again' zum Touristenmekka und zur Inka-Hochburg Cusco weiterreisen können. Da wird uns dann das Highlight 'Machu Picchu' erwarten...


2 Kommentare:

  1. Tönt wi immer sehr spannend und bi mir chunnt jedes mau äs Südamerika-Feeling u chli Fernweh uf... :-(
    übrigens gäge verdorbnig Mage hiuft sicher ä Pisco Sour!!! gelle Janine, isch guet gsi! ;-) und in Peru ischer ni viu besser. dört gits dr traditionelli Pisco Sour! mmmmh!
    häbits guet!
    Viel Spass mit mass! wünscht dr Sìmon ;-)

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  2. Super Foeteli... Au s'eint oder s'andere National Geographic drunter... ;-)

    Wyterhin viel Spass und mir vermisse unseri Jassgegner... ;-)

    Liebi Gruess us Santiago.
    Maus & Achmed

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