So, wir sind jetzt schon seit zwei Monaten unterwegs und haben uns schon bestens an den Reisealltag gewöhnt:
Leben aus dem Rucksack; mehr oder weniger lange Busfahrten; immer wieder auf Unterkunftssuche; Schlafen, Essen und Aktiv sein, wann immer man Lust hat; kommende Reiserouten planen; Kennenlernen neuer Kulturen; Kontakte mit Reisenden, Einheimischen und Geldabzockern; neue Hobbies finden; Naturschauspiele bewundern; Flora und Fauna bestaunen; sich von geologischen Mächten verblüffen lassen; Parasiten abwimmeln; Tiere aller Art beobachten; die einheimische Küche kennenlernen (zum Glück gibt es den Italiener überall); lesen; Jassstunden zu zweit oder einfach die Füsse hochlagern und relaxen !!
Wie ihr feststellen könnt, ist unser Reisealltag bestens ausgefüllt.
Wir starteten in San Francisco, wo wir für 4 Tage diese multikulturelle und sehr sympathische Stadt erkundeten. Danach ging es weiter mit einem Mietauto auf dem Highway No.1 Richtung Los Angeles. Wir besuchten ausserhalb von L.A. einen Bekannten, mit dem wir dann unser Glück in Las Vegas versuchten. Unsere Ausbeute: 100.- Bucks ! Nach dieser aufregenden Stadt machten wir noch den obligatorischen Halt in Hollywood (mit Universal Studios) und Beverly Hills, bevor wir dann wieder zurück nach San Francisco fuhren. Bis hierhin haben wir bereits etwas Wichtiges gelernt: Immer darauf achten, dass wir den schweizer Adapter bei der Unterkunft aus der Steckdose ziehen und einpacken, bevor wir abreisen. Unser Glück: Wir vergassen diesen in unserem Hotelzimmer in San Francisco, wo wir nach unserer 10-tägigen Rundreise sowieso wieder hin mussten, um den Flieger nach Mexico City zu nehmen.
In Mexico City reichten uns dann zwei Übernachtungen, da wir uns nach Sonne und Meer sehnten. Somit war unsere erste "Feriendestination" Zipolite im Bundesstaat Oaxaca in Mexiko an der Pazifikküste. Ein Insider-Tipp, wo Gesetze und Regeln noch nicht so ganz ausgefeilt sind.
Nach mehrtägigem Aufenthalt ging es das erste Mal mit öffentlichem Bus weiter in die Mayahochburg San Cristobal de las Casas bei den Chiapas. Dort lernten wir die Traditionen und Bräuche eines speziellen Mayadorfes kennen, machten eine Tagestour zu der Mayastätte in Palenque und bestaunten die türkisblauen Wasserfälle in Agua Azul.
Nach 10-stündiger Kleinbusfahrt kamen wir am Lago d'Atitlan in Guatemala an. Dort verbrachten wir mehrere Tage in San Pedro La Laguna, wo wir auch noch Einzelunterricht nahmen, um unsere Spanischkenntnisse voranzutreiben.. Von hier aus ging es weiter über Antigua nach Copan in Honduras, wo wir eine weitere berühmte Mayastätte besichtigten. Danach zog es uns wieder an den Strand und wir landeten auf den karibischen Bay Islands (Roatan). Diese Trauminsel musste jedoch zuerst verdient werden: 8-stündige Fahrt von Copan durch das endlose Gebirge von Honduras an die Hafenstadt La Ceiba und von da aus eine 1 1/2 - stündige Schiffsfahrt, bei der jeder Passagier einen Kotzbeutel erhielt und viele diesen in Gebrauch nahmen.
Auf Bay Islands, als Tauchermekka bekannt, entdeckten wir unser neues Hobby. Wir machten das PADI-Taucher-Brevet und kennen nun das Gefühl schwerelos unter Wasser zu gleiten und die wunderschöne und faszinierende Unterwasserwelt zu erleben.
Weiter ging es mit dem Flugzeug (das war nach der Schifffahrt klar) in die Hauptstadt Tegucigalpa und danach per Bus nach Managua, die Hauptstadt Nicaraguas. Von beiden Städten gibt es nicht viel zu berichten, da bis jetzt Grossstädte in Lateinamerika nicht wirklich attraktiv und spannend waren. Somit verweilten wir kurze Zeit in der Kolonialstadt Granada am zweitgrössten Süsswassersee Lateinamerikas. Von dort aus gingen wir dann direkt weiter nach San Jose, Costa Rica. Nachdem wir die Wetterprognosen des Landes studierten, gab es für uns nur eines: die Karibikküste again! Somit entschieden wir uns für den Südosten des Landes und landeten in Cahuita, einem Küstenort mit einem schwarzen und einem weissen Strand. Wir besuchten den heimischen Nationalpark und machten uns mit einem Besuch beim nahegelegenen indigenen Volk Bribri klüger über ihre Sitten und Gebräuche. Auf der Suche nach weiteren paradisischen Stränden mit Tauchoptionen, ging es weiter nach Bocas del Toro in Panama. Dort sollte ein traumhaftes Archipel sein, wie man es von der Postkarte her kennt. Wir hatten jedoch mit dem Wetter etwas Pech und entschlossen uns nach gerademal zwei Tagen weiterzuziehen. Nun sind wir in Panama City, dies wird unsere letzte Destination in Zentralamerika sein. Imposant war hier der Besuch des Panama-Kanals. Wir konnten zuschauen, wie riesige Frachter von einem Wasserniveau ins andere gehievt oder gesenkt wurden.
Morgen werden wir Zentralamerika verlassen und steuern per Flugzeug den südamerikanischen Kontinent an. Unsere erste Destination wird Cartagena in Kolumbien sein, wo wir unsere Taucherfahrungen erweitern wollen. Wir werden uns mal überraschen lassen...
Fotos
Fotos
Hoppha!!!
AntwortenLöschenWir wunderten uns doch in Ecuador wo all die Schweizer herkommen?!?! Als ich nach Hause kam wurde mir einiges klar! Die Schweiz war fast Menschenleer... ;-)
passt auf euch auf und schreibt bald den nächsten Bericht!!! ;-)
Liebe Grüsse aus dem Sommer in der Schweiz!
Simu